GdW Europabrief 04/2024
- GdW Europabrief 04/2024
- Start der Europäischen Koalition zur Finanzierung von Energieeffizienz
- EPBD im EU-Amtsblatt veröffentlicht
- EU-Kommission veröffentlicht Toolkit „Social housing and beyond“
- Ökodesign-Anforderungen für Einzelraumheizgeräte und separate zugehörige Regler
- Neufassung der Richtlinie über Luftqualität und saubere Luft für Europa
- Förderung der Interoperabilität von vernetzten Produkten
- Letta-Bericht über die Zukunft des europäischen Binnenmarktes
- OECD-Daten zu Wohnungslosigkeit
Förderung der Interoperabilität von vernetzten Produkten
Am 23. April 2024 hat die Europäische Kommission einen Verhaltenskodex für intelligente Haushaltsgeräte veröffentlicht, der die Interoperabilität von Haushaltsgeräten sicherstellen soll. Der Verhaltenskodex wurde von der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) und der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission in Zusammenarbeit mit Herstellern entwickelt.
Die folgenden zehn Unternehmen haben sich bereits verpflichtet, im Rahmen der Initiative innerhalb eines Jahres interoperable vernetzte Produkte zu entwickeln: Arçelik, Clivet, Daikin, Electrolux, Miele, Mitsubishi Electric, Panasonic, Vaillant Group, Vestel und Viessmann.
Damit soll eine größere Flexibilität der Haushalte auf der Nachfrageseite sowie ein stabileres und optimiertes Stromnetz ermöglicht werden. Dies wird vor dem Hintergrund der zunehmenden Integration erneuerbarer Energien als unerlässlich angesehen.
Intelligente Haushaltsgeräte ermöglichen es den Verbrauchern, ihren Stromverbrauch zu optimieren und zu steuern, was sowohl der Netzstabilität als auch den Haushalten durch Kosteneinsparungen zugute kommt, z. B. durch den Betrieb einer Wärmepumpe, wenn das Angebot an erneuerbaren Energien am größten ist.
Damit können Geräte, die dem Verhaltenskodex entsprechen, gemeinsame Dienste anbieten und die gleichen Informationen austauschen. Unabhängig vom Hersteller wird es außerdem möglich sein, den Start eines Geräts zu regulieren oder den Verbrauch zu begrenzen.