EBZ Fachtagung „Quartiere der Zukunft – Von Überforderung zu Resilienz“ am 30. September 2026
Viele Stadt- und Wohnquartiere stehen heute unter massivem Druck: Steigende Armut, Zuwanderung, Wohnraummangel, Einsamkeit und eine alternde Gesellschaft führen zu sozialer und infrastruktureller Überlastung. Diese Entwicklungen gefährden den sozialen Zusammenhalt, den Bestandwert und die Vermietbarkeit – und stellen die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft damit vor große Herausforderungen. Zugleich ist die Politik gefordert, denn ohne verlässliche soziale Infrastrukturen, finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen gelingt die Stabilisierung überforderter Quartiere nicht.
Die Gestaltung lebenswerter, resilienter Quartiere ist damit zu einer der zentralsten Zukunftsaufgaben geworden, die ein akteursübergreifendes Handeln erfordert. Die Tagung brachte zentrale Akteurinnen und Akteure aus Wohnungswirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse politische und wohnungswirtschaftliche Handlungsansätze für eine zukunftsfähige Quartiersentwicklung zu erarbeiten.
Die Ergebnisse des Tages mündeten in den „Bochumer Impuls 2026“, der abschließend an Vertreter des Bundestages und des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen übergeben wurde. Darin enthalten sind klare Forderungen an die Bundespolitik: Belastungen in Quartieren früher erkennen, verlässliche Förder- und Kooperationsstrukturen schaffen, soziale Infrastruktur und Ehrenamt stärken sowie eine vorausschauende Belegungspolitik ermöglichen. Zugleich sollen Beteiligungsformen so gestaltet werden, dass Bewohnerinnen und Bewohner nicht nur mitreden, sondern ihr Quartier sichtbar mitgestalten können. Ziel ist es, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Vertrauen in Demokratie und Institutionen dauerhaft zu stärken.