Wohnungspolitik

Die Verbesserung der Wohnversorgung beispielsweise durch Förderung des sozialen Mietwohnungsbaus sowie die Verbesserung der Wohnqualität und die Förderung des Wohneigentums stehen im Mittelpunkt der Wohnungspolitik in Deutschland.

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Wohnungspolitik im Fokus der Gesellschaft

Die Wohnungspolitik in den ersten Jahrzehnten nach 1949 war in Deutschland vor allem geprägt durch die Bereitstellung ausreichend bezahlbaren Wohnraums für breite Schichten der Bevölkerung. Schwerpunkte der Wohnungspolitik sind seit jeher die Verbesserung der Wohnversorgung durch Förderung des sozialen Mietwohnungsbaus und Verbesserung der Wohnqualität, aber auch die Förderung des Wohneigentums.

Damit bezahlbarer Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung angeboten werden kann, ist eine Kombination aus einer starken Objektförderung – der sozialen Wohnraumförderung – und einem dynamisch angepassten Wohngeld als Subjektförderung unerlässlich. Heute stehen darüber hinaus der Klimaschutz und Änderungen im Mietrecht im Fokus der bundesweiten Wohnungspolitik. Bei all diesen Themen ist die Wohnungswirtschaft der starke Partner vor Ort.

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Axel Gedaschko stellt sich im Podcast Immobiléros kritischen Fragen

Im Gespräch mit Michael Rücker geht unter anderem um die Herausforderungen der Verbandsarbeit und die Aufgaben der Politik. „Was wir hier erleben ist eine gesellschaftspolitische Auseinandersetzung um den Kurs der Bundesrepublik Deutschland. Dass man das alleine durch Verbandsarbeit beseitigen könnte, ist eine Illusion. […] Wir sind nicht diejenigen, die marktschreierisch unterwegs sind, denn langfristig bringt das nichts. Wir müssen konstruktiv bleiben. Auch, wenn das manchmal schwerfällt“, betont der GdW-Chef. „Was wir brauchen ist die klare politische Erkenntnis, dass es sich um eine gesamtgesellschaftliche Diskussion handelt, für die es gesamtgesellschaftliche Antworten braucht.“

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Studie zeigt: Wiener Mietsystem taugt nicht als Modell für Deutschland

Das oft geradezu euphorisch beschriebene „Wiener Modell“ ist für den deutschen Wohnungsmarkt kein geeignetes Vorbild. Wie eine von der BID beauftragte wohnungspolitische Analyse des Instituts empirica eindrucksvoll belegt, haben oberflächliche Vergleiche angeblicher Durchschnittsmieten und oft zitierte Einzelbeispiele von paradiesischen Mietzuständen bislang ein häufig verzerrtes Bild der Wiener Wohnwirklichkeit erzeugt.

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Wohngeldreform beschlossen

Bezahlbares Wohnen kann nur wirtschaftlich gesichert werden, wenn der Staat seine Verantwortung für einkommensschwache Haushalte stärker wahrnimmt. Das Wohngeld ist dafür ein zentraler Schlüssel. Mit der Wohngeldreform wird der staatliche Mietzuschuss künftig dynamisch angepasst und für einen Zwei-Personen-Haushalt zum 1. Januar 2020 von 145 Euro auf 190 Euro im Monat steigen. Der GdW hat in einer Anhörung im Bundestag seine Position dazu vertreten.

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Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen – Abschlussberichte

Das Bundesbauministerium hat bereits 2015 den Endbericht des ‚Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen‘ sowie den Endbericht der Baukostensenkungskommission vorgelegt. Der GdW hat als Spitzenverband der Wohnungswirtschaft gemeinsam mit weiteren Bündnispartnern intensiv in den verschiedenen Arbeitsgruppen des Bündnisses mitgearbeitet. Darin enthalten sind zahlreiche Regelungsvorschläge, an deren Umsetzung die Bundesregierung gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft arbeitet.

Ihr Ansprechpartner Christian Lieberknecht Dr. Christian Lieberknecht +49 30 82403-110