18. Juni 2018 Pressemeldungen

Mietschulden sinken um 9,6 Prozent auf 372 Millionen Euro

  • Seit 2003 sind Mietschulden bei den GdW-Wohnungsunternehmen um mehr als die Hälfte zurückgegangen

Berlin – Die rund 3.000 im GdW organisierten Wohnungsunternehmen verzeichnen im Jahr 2017 erneut einen Rückgang bei den Mietschulden. Diese sind bundesweit um 9,6 Prozent auf 372 Mio. Euro gesunken. Damit ist es den Unternehmen gelungen, die Mietschulden seit dem Jahr 2003 (757 Mio. Euro) um 385 Mio. Euro zu reduzieren. Das ist ein Rückgang um rund 51 Prozent.

Dementsprechend ist der Anteil der Mietschulden an den jährlichen Gesamtmieteinnahmen der GdW-Unternehmen ebenfalls rückläufig. Im Jahr 2016 betrugen die Mietschulden 2,0 Prozent der Jahressollmiete, 2017 war es 0,1 Prozentpunkt weniger. Seit dem Höchststand der Mietschulden im Jahr 2003 hat sich der Anteil der Mietschulden an der Sollmiete damit von 4,4 Prozent auf 1,9 Prozent deutlich mehr als halbiert.

„Die positive Entwicklung hängt mit der wirtschaftlich stabilen Lage in Deutschland zusammen“, erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko. „Dieser Trend wird aller Voraussicht nach weiter anhalten, auch wenn er sich verlangsamen wird.“ Der Rückgang der Mietschulden über die vergangenen Jahre ergibt sich auch aus dem aktiven und sozialen Vermietungs- und Mietschuldenmanagement sowie eigenen Beratungs- und Betreuungsangeboten der Wohnungsunternehmen für säumige Zahler. Darüber hinaus besteht eine vielfältige Zusammenarbeit mit öffentlichen Schuldnerberatungs- und sozialen Einrichtungen. So arbeiteten die Unternehmen darauf hin, dass Mietrückstände gar nicht erst dauerhaft entstehen.

Um Mietschulden vermeiden zu können, sei es aber ebenso wichtig, dass Vermieter bzw. Wohnungsunternehmen rechtzeitig vor Abschluss eines Mietvertrags die Mietbewerber erfolgreich dahingehend prüfen können, ob sie zahlungsfähig sind. Vermieter müssen entsprechende Bonitätsauskünfte über Mietbewerber einholen dürfen, denn sie dienen auch dem Mieter als Schutz vor Überschuldung.

Die westdeutschen GdW-Unternehmen führten zum Jahresende 2017 rund 192 Mio. Euro Mietschulden in ihren Büchern, die ostdeutschen rund 180 Mio. Euro.

Diese Daten und Fakten gehen aus der aktuellen Jahresstatistik der GdW-Wohnungswirtschaft hervor. Alle aktuellen Zahlen – u. a. zu Investitionen, Mieten, Betriebskosten und Energieverbräuchen sowie aktuelle politische Forderungen – werden auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz am Mittwoch, den 27. Juni 2018 um 10:00 Uhr beim GdW in der Klingelhöferstr. 5, 10785 Berlin-Mitte präsentiert. Bitte melden Sie sich unter presse@gdw.de an.

Die Pressemitteilung zum Download 64.52 kB

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

Andreas Schichel Andreas Schichel Leiter Pressestelle & Pressesprecher +49 30 82403-150

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