GdW Europabrief 03/2025
- GdW Europabrief 03/2025
- EIB-Investitionsplattform für bezahlbares und nachhaltiges Wohnen
- EP-Sonderausschuss Wohnungsbaukrise mit Dan Jørgensen
- EU-Konsultation zum Entwurf des Beihilferahmens für den Clean Industry Deal
- Konsultation zur Umsetzung des Cyber Resilience Act
- EUG-Urteil zur Begrenzung der Maklerprovision
- EZB-Papier zu Greenwashing
- EFRAG-Standards für Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht börsennotierter KMU (VSME)
EZB-Papier zu Greenwashing
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 14. März 2025 ihr neues Papier mit dem Titel „Different Shades of Green: EU Corporate Disclosure Rules and their Effectiveness in Limiting Greenwashing“ veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie effektiv die aktuellen EU-Vorschriften zur Nachhaltigkeitsberichterstattung – insbesondere die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) sowie die EU-Taxonomie – dazu beitragen, Greenwashing in der Unternehmenswelt zu verhindern. Den vollständigen Bericht kann man hier lesen.
Greenwashing, also die bewusste Täuschung über die tatsächliche Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen, stellt, nach der EZB, ein ernsthaftes Risiko für den Finanzmarkt und die grüne Transformation dar. Der EU-Rechtsrahmen verpflichtet Unternehmen dazu, präzise und vergleichbare Nachhaltigkeitsdaten offenzulegen, die für Investoren und andere Stakeholder von entscheidender Bedeutung sind. Gleichzeitig sind präzise Daten auch für die EZB selbst unerlässlich, um Klimarisiken – sowohl physische Risiken als auch Transitionsrisiken – korrekt in ihre geldpolitischen Entscheidungen zu integrieren.
Das EZB-Papier betont außerdem, dass zukünftige Regulierungen zur Bekämpfung von Greenwashing auf dem bestehenden EU-Rahmenwerk für Nachhaltigkeitsberichterstattung aufbauen sollten.