30. März 2022 Pressemeldungen

Kommunen besitzen ausreichend Flächen für den Wohnungsbau

Neue Studie sieht Potenzial für bis zu vier Millionen neue Wohneinheiten

Berlin – Eine neue Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) zeigt: Das Bauland in Deutschland reicht aus, um den dringend benötigten Wohnraum in Deutschland schaffen zu können. Laut der Studie stehen fast 100.000 Hektar Bauland zur Verfügung auf denen nach konservativen Schätzungen bis zu zwei Millionen Wohnungen entstehen könnten.

„Die Ergebnisse der Baulandstudie stimmen hoffnungsvoll. Nun haben wir kein Erkenntnisproblem mehr, sondern ein Umsetzung- und Aktvierungsthema“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. Laut der BBSR-Studie belaufen sich die baureifen, potenziell bebaubaren Flächen in den Städten und Gemeinden auf mindestens 99.000 Hektar. Das entspricht der Größe von 140.000 Fußballfeldern. Davon sind nach Angaben der Kommunen rund zwei Drittel für Wohnungsbau vorgesehen. Auf diesen Flächen ließen sich nach konservativen Schätzungen zwischen 900.000 bis zu 2.000.000 Wohneinheiten bauen – bei einer dichteren Bebauung sogar bis zu vier Millionen Wohneinheiten. Dabei bestehen erhebliche Flächenpotenziale nicht nur in ländlichen, sondern auch in den Wachstumsregionen, heißt es in der Studie.

„Die neue soziale Frage unserer Zeit ist es, ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu bauen“, sagt Gedaschko. „Die Ergebnisse der Baulandstudie sind eindeutig und machen klar, dass zumindest die Wohnbauflächen vorhanden sind und diese zu einem großen Teil für den Wohnungsbau kurz- bis mittelfristig zur Verfügung stehen. Nun kommt es darauf an, hieraus auch wirklich so viel bezahlbaren Wohnraum wie möglich zu machen. Wir setzen in diesem Zusammenhang sehr stark auf das von Bundesbauministerin Klara Geywitz angekündigte Bündnis für bezahlbares Wohnen, das sich am 27. April 2022 erstmals trifft“, sagt Gedaschko.

Das BBSR hatte das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mit der Studie beauftragt. Dazu wurden deutschlandweit knapp 3.000 Städte und Gemeinden aller Größenklassen befragt. Auf Basis der Antworten von fast 700 Kommunen errechneten die Forscher bundesweit und regional differenziert die als Bauland verfügbaren Flächen, ermittelten die darauf realisierbaren Wohneinheiten und kalkulierten, wie sich der Wohnraumbedarf mit den vorhandenen Flächen realisieren ließe.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

Andreas Schichel Andreas Schichel Leiter Pressestelle & Pressesprecher +49 30 82403-150

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