GdW Europabrief 11/2025
- GdW Europabrief 11/2025
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- Konsultation zu Baudienstleistungen
- EU-Konsultation zur Vergabe öffentlicher Aufträge
- EHS2 für Gebäude und Verkehr
EHS2 für Gebäude und Verkehr
Am 27. November 2025 hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag zur Änderung der Marktstabilitätsreserve für Gebäude und Verkehr vorgelegt, der einen schrittweisen und reibungslosen Start des Emissionshandelssystems für Gebäude und Verkehr (EHS2) gewährleisten soll.
Zum einen soll die Gültigkeit der EHS2-Zertifikate in der Reserve über den 31. Dezember 2030 hinaus verlängert werden, indem die bisherige Ablaufregelung gestrichen wird. Dies soll dazu beitragen, die Vorhersehbarkeit des Marktes und das Vertrauen der Finanzakteure und Marktteilnehmer zu stärken und damit die Preisstabilität im Laufe der Zeit zu fördern.
Zum anderen sollen stärkere Eingriffe bei CO₂-Preisüberschreitung ermöglicht werden. Vorgesehen ist die Einführung eines Aufstockungsmechanismus, der es erlaubt, die Anzahl der zugeteilten Zertifikate zu verdoppeln, wenn der CO₂-Preis 45 EUR pro Tonne (Preisniveau 2020) übersteigt. In diesem Jahr liegt der CO₂-Preis beispielsweise bei 58 EUR pro Tonne.
Darüber hinaus wurde der Mechanismus für die Zuführung von Zertifikaten angepasst. Eine Zuführung von Zertifikaten aus der Reserve wird vorgeschlagen, wenn die Gesamtzahl der im Umlauf befindlichen Zertifikate zwischen 210 und 260 Mio. liegt. Dies entspricht der Zuführung von 100 Mio. Zertifikaten, abzüglich der doppelten Differenz zwischen der tatsächlichen Umlaufmenge und dem Schwellenwert von 210 Mio.
Außerdem schlägt die Europäische Kommission einen vorzeitigen Start der ETS2-Auktionen vor. Bereits in 2027 sollen Einnahmen für frühzeitige Investitionen zur Verfügung stehen. Gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) plant die Kommission die Einrichtung einer neuen „ETS2-Frontloading-Fazilität“ für die Mitgliedstaaten, dies wird derzeit noch geprüft. Durch dieses „Frontloading“ schätzt die Kommission, in den Jahren 2026-2027 zusätzlich zu den nationalen Einnahmen aus dem EHS2 und dem Klima-Sozialfonds Einnahmen von bis zu 6 Mrd. Euro zu generieren.
Zuvor hatten sich die europäischen Umweltminister am 5. November 2025 in Brüssel geeinigt, die Einführung des neuen CO2-Marktes für Gebäude und Verkehr (EHS2) um ein Jahr zu verschieben von 2027 auf 2028.