11. Dezember 2025 Europabrief

GdW Europabrief 12/2025

EU-Agenda für Städte

Die Europäische Kommission hat am 3. Dezember 2025 die „EU-Agenda für Städte“ vorgestellt, die auf der Territorialen Agenda 2030 und der Neuen Leipzig-Charta aufbaut.

In der EU-Agenda für Städte formuliert die Kommission ihre strategische Vision und konkrete Maßnahmen zur Unterstützung europäischer Städte aller Größenordnungen in ihrer Rolle als Motoren für Wachstum, Innovation und sozialen Zusammenhalt. Ziel ist es, einen einheitlichen Rahmen zu schaffen, der die territorialen und städtischen Dimensionen der EU-Politik stärkt und die bestehende Unterstützung für städtische Gebiete strafft.

Die Kommission fordert einen kontinuierlichen und strukturierten Dialog mit lokalen Behörden. Ab dem kommenden Jahr sind hochrangige politische Treffen zwischen der Kommission, Städten und Wirtschaftsakteuren vorgesehen, um Hindernisse und Chancen bei der Umsetzung europäischer Politiken zu ermitteln.

Gezielte technische Konsultationen sollen dazu beitragen, Verwaltungsverfahren zu vereinfachen und territoriale Bewertungsinstrumente zu verbessern. Zudem ist eine engere Zusammenarbeit mit dem Europäischen Ausschuss der Regionen und dem Europäischen Parlament vorgesehen. Ein regelmäßiger Bericht über die Lage der europäischen Städte ist ebenfalls Bestandteil der Agenda. Der nächste Bericht ist für 2026 angekündigt. Darüber hinaus soll das Städteforum (Cities Forum) weiterhin regelmäßig stattfinden, das nächste ist für 2027 geplant.

Die EU setzt den fortlaufenden Prozess fort, den Zugang der Städte zu Förderinstrumenten zu vereinfachen, zu konsolidieren und die Vergabekriterien, Förderbedingungen sowie Berichtspflichten zu harmonisieren.

So hat die Kommission am 3. Dezember 2025 ein Webportal eingerichtet, das Städten den Zugang zu europäischen Instrumenten und Finanzmitteln erleichtern soll. Es bietet einen Überblick über relevante EU-Initiativen und leitet Nutzer gezielt an zuständige Stellen weiter. Im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen soll das Städte-Webportal zu einem Schlüsselelement der geplanten Städteplattform ausgebaut werden.

Die Einrichtung der EU-Städteplattform ist für den Programmzeitraum 2028-2034 vorgesehen. Diese soll Finanzierungsinstrumente, Beratungsdienste, digitale Ressourcen und Networking-Möglichkeiten zusammenführen und Städten maßgeschneiderte Unterstützung – von der strategischen Planung bis zur Projektentwicklung – bieten.

Schließlich soll im Rahmen der Europäischen Städteinitiative (EUI) ein Städte-Helpdesk eingerichtet werden, der Städte dabei unterstützt, geeignete Förderinstrumente und Finanzmittel zu finden. Ein Aufruf zum vierten EUI-Innovative-Actions-Call ist außerdem für Anfang 2026 geplant.

Özgür Dr. Özgür Öner 0032 2 5501611