16. Juni 2016 Pressemeldungen

Unternehmenstrends: Bezahlbares Wohnen ist größte Herausforderung

  • Weitere Daten und Fakten rund um das Wohnen auf der Jahrespressekonferenz der GdW-Wohnungswirtschaft am 4. Juli 2016 in Berlin

Berlin – Bezahlbares Wohnen steht auf Platz eins der wichtigsten strategischen Herausforderungen der rund 3.000 im GdW organisierten Wohnungsunternehmen. Dies bezieht sich neben der Miethöhe auch auf die Betriebs- und Energiekosten. Direkt dahinter rangieren die Bau- und Modernisierungskosten. Das ist eins der Ergebnisse der aktuellen Jahresstatistik des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. „Es ist nicht überraschend, dass die Unternehmen flächendeckend in den alten und neuen Bundesländern das bezahlbare Wohnen als wichtigste strategische Herausforderung angegeben haben. Hohe Baukosten und übertriebene Auflagen führen dazu, dass hauptsächlich Wohnungen im höheren Preissegment errichtet werden können. Wir brauchen steuerliche Anreize, eine Investitionszulage und weniger Auflagen, damit sich daran etwas ändern kann“, so Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

In Folge der aktuellen Wohnungspolitik wird zu wenig gebaut. Das bestätigen auch die kürzlich veröffentlichten Baufertigstellungszahlen des Statistischen Bundesamts. Demnach wurden in 2015 insgesamt 247.700 Wohnungen fertiggestellt. Das waren nur 1 Prozent oder rund 2.400 Wohnungen mehr als im Vorjahr. 2014 hatte die Steigerungsrate bei den Baufertigstellungen gegenüber dem Vorjahr noch bei 14,2 Prozent gelegen. Das sind deutlich weniger Wohnungen, als erwartet und die Dynamik nimmt weiter ab. Gerade für die Ballungsgebiete sind das schlechte Aussichten.

„So kann es nicht weitergehen. Alle von der Baukostensenkungskommission bereits identifizierten Maßnahmen müssen jetzt dringender denn je umgesetzt werden, damit der Wohnungsbau wieder für alle bezahlbar wird“, forderte Gedaschko. Seit dem Jahr 2000 ist der Neubau von Mehrfamilienhäusern in Deutschland um rund 49 Prozent teurer geworden, wie neue Analysen der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE Kiel) zeigen. Zusätzlich bremst die Politik den Neubau mit Eingriffen ins Mietrecht und immer neuen Verschärfungen der Energieeinsparvorgaben aus.

Weitere Themen, die die Unternehmen zur Zeit beschäftigen, sind die demographische Entwicklung, die Energieversorgung, die Digitalisierung sowie die Flüchtlingsunterbringung.

Diese Daten und Fakten gehen aus der neuen Jahresstatistik der GdW-Wohnungswirtschaft hervor. Alle aktuellen Zahlen – u. a. zu Investitionen, Mieten, Betriebskosten und Energieverbräuchen – sowie aktuelle politische Forderungen ein Jahr vor der Bundestagswahl werden auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz am Montag, den 4. Juli 2016 um 10:30 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz am Schiffbauerdamm in Berlin präsentiert. Bitte melden Sie sich unter presse@gdw.de an

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

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Andreas Schichel Andreas Schichel Leiter Pressestelle & Pressesprecher +49 30 82403-150

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