22. Juni 2017 Pressemeldungen

Geschäftsklimaindex der Wohnungswirtschaft: Gute Wirtschaftslage – gedämpfte Zukunftsaussichten

  • Weitere Fakten rund um das Wohnen auf der Jahrespressekonferenz des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft am 5. Juli 2017 in Berlin

Berlin – Das Geschäftsklima in der Wohnungswirtschaft ist im letzten Jahr noch um einen weiteren Punkt gestiegen. „Die Lage ist gut, der Trend hat sich stabilisiert“, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. „Die Gründe dafür liegen in der starken Dynamik am Wohnungsmarkt. Die Wohnungsunternehmen bauen neue Wohnungen und die Investitionen in bezahlbaren Wohnraum steigen.“ Insgesamt hat sich der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (+3,3 Punkte) auf bereits hohem Niveau verlangsamt.

Der Geschäftsklimaindex setzt sich aus den Werten zur aktuellen Geschäftslage und den zukünftigen Geschäftserwartungen zusammen. Die Wohnungsunternehmen bewerten ihre derzeitige Geschäftslage überwiegend als gut (47,0 Punkte). Im direkten Vergleich mit der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage liegen die künftigen Geschäftserwartungen der Wohnungsunternehmen trotz eines Anstiegs um 0,9 auf 9,3 Indexpunkte weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Die Geschäftserwartungen sind eng an die politischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen gebunden. „Hier klafft immer noch eine Lücke, denn die Unternehmer sehen sich bei ihrem Ziel, bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen und zu bewahren, immer mehr von politischen Regulierungen auf der einen Seite und hohen Kosten durch überhöhte Anforderungen, Steuern und Preise auf der anderen Seite in die Zange genommen“, erklärte Gedaschko. Hier gibt es noch einiges zu tun, damit die aktuell positiven Geschäftsaussichten nicht gedämpft werden“, so der GdW-Chef.

Ein Zeichen für das Abschwächen des positiven Trends ist auch die sinkende Dynamik bei den Baugenehmigungen in Deutschland. „Die Politik muss hier aufpassen, dass sie den Neubau-Boom nicht abwürgt, bevor er überhaupt richtig begonnen hat“, so der GdW-Präsident. Er mahnte bessere Bedingungen für den Wohnungsbau an.

Diese Daten und Fakten gehen aus der neuen Jahresstatistik des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW hervor. Alle aktuellen Zahlen – u. a. zu Investitionen, Mieten, Betriebskosten und Energieverbräuchen – sowie die aktuellen Positionen der Wohnungswirtschaft vor der Bundestagswahl werden auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz präsentiert.

Wann? Mittwoch, den 5. Juli 2017 um 10:00 Uhr

Wo? Haus der Bundespressekonferenz am Schiffbauerdamm

Anmeldung: presse@gdw.de

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Andreas Schichel Andreas Schichel Leiter Pressestelle & Pressesprecher +49 30 82403-150

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