20. Januar 2016 Pressemeldungen

GdW begrüßt Vorschläge der Bundesbauministerin für mehr bezahlbaren Wohnraum

Berlin – „Angesichts des steigenden Drucks auf die Wohnungsmärkte in Deutschlands Großstädten begrüßen wir die Vorschläge von Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks für mehr bezahlbaren Wohnraum ausdrücklich. Eine Verdoppelung der sozialen Wohnraumförderung auf 2 Milliarden Euro jährlich bis 2020, wie sie die Ministerin fordert, ist insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Zuwanderung aus dem In- und Ausland in unsere Ballungszentren absolut notwendig“, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, zu den Forderungen, die Ministerin Hendricks heute dem Bundeskabinett vorgelegt hat.

„Um einen wirksamen Anreiz für bezahlbaren Wohnungsneubau zu setzen, ist sowohl die Einführung einer degressiven Sonderabschreibung als auch eine Verbesserung der bestehenden steuerlichen Anreize unverzichtbar. Hier müssen die Länder mit der Bauministerin und Finanzminister Schäuble an einem Strang ziehen“, so der GdW-Chef. Das Maßnahmenpaket der Ministerin gehe genau in die richtige Richtung und enthalte zahlreiche Punkte, die der GdW bereits seit längerem angeregt hat. „Besonders wichtig wäre es aber außerdem, als Alternative zu den Abschreibungsmöglichkeiten eine gleichwertige Investitionszulage für Wohnungsunternehmen zu schaffen“, betonte Gedaschko.

Das Programm Soziale Stadt zu einem Leitprogramm der sozialen Integration in den Quartieren auszubauen und eine ressortübergreifende Strategie zu entwickeln, wie von der Ministerin gefordert, sei mindestens genauso bedeutend, denn: „Die Integration der zu uns kommenden Flüchtlinge muss zur nationalen Aufgabe werden“, so Gedaschko. „Eine Erhöhung der Mittel für das Programm Soziale Stadt um 300 Millionen Euro käme daher genau zum richtigen Zeitpunkt und würde dafür sorgen, dass sich dieses Instrument für stabile Nachbarschaften und sozialen Zusammenhalt auch weiterhin bewähren kann.“

Die vorbildlichen Leistungen in der Quartiersarbeit, die Wohnungsunternehmen und zahlreiche weitere sozial engagierte Organisationen erbringen, werden am 22. Juni 2016 bei der Verleihung des renommierten „Preis Soziale Stadt“ in Berlin besonders gewürdigt. Infos zur Veranstaltung finden Sie hier.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

Die Pressemitteilung zum Download 74.3 kB

Andreas Schichel Andreas Schichel Leiter Pressestelle & Pressesprecher +49 30 82403-150

Twitter