18. Mai 2026 Pressemeldungen

Angekündigte Wohngeld-Kürzungen gefährden soziale Stabilität und bezahlbares Wohnen

Berlin – Angesichts der bekannt gewordenen Überlegungen der Bundesregierung, beim Wohngeld deutliche Einsparungen vorzunehmen, warnt der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW vor den sozialen und wohnungspolitischen Folgen möglicher Kürzungen. Das Wohngeld ist für Millionen Menschen ein zentrales Instrument zur Sicherung bezahlbaren Wohnens – gerade in Zeiten steigender Wohn- und Energiekosten sowie einer anhaltenden Krise im Wohnungsbau.

Dazu Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW:

„Kürzungen beim Wohngeld wären sozialpolitisch das völlig falsche Signal zur falschen Zeit. Gerade in einer Phase steigender Wohnkosten, hoher Baupreise und wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit ist das Wohngeld für viele Haushalte ein unverzichtbarer Stabilitätsanker. Wer hier spart, trifft genau diejenigen, die ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen müssen.

Diskutiert werden die Einsparungen im Zusammenhang mit einer noch rein theoretischen Zusammenlegung von Leistungszahlungen. Wie dabei allerdings der fest vorgesehene Einsparbetrag zusammenkommen soll, ist zudem noch völlig offen. 

Fest steht: Das Wohngeld ist eines der treffsichersten sozialpolitischen Instrumente überhaupt: Es hilft Menschen mit niedrigen Einkommen direkt und verhindert, dass Wohnkosten zur sozialen Abstiegsfalle werden. Statt über Kürzungen nachzudenken, braucht Deutschland endlich mehr bezahlbaren Wohnraum und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in den Wohnungsbau.

Besonders kritisch ist, dass die Debatte in eine Phase fällt, in der sich die Lage im Wohnungsbau erneut deutlich eintrübt und gleichzeitig neue Risiken bei Energie- und Heizkosten drohen. Das Wohngeld jetzt infrage zu stellen, würde die soziale Unsicherheit vieler Menschen zusätzlich verschärfen.“

News und Infos aus der Wohnungswirtschaft finden Sie jederzeit hier:
www.wohwi.online 

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

Bildschirmfoto 2026-05-08 um 15.59.37 Andreas Schichel Leiter Pressestelle & Pressesprecher +49 30 82403-150