Zuletzt aktualisiert: 11.11.2019 Pressekonferenzen

Wie Klimaschutz am Wohnort durch intelligente Mobilitätsangebote gelingen kann – Pressekonferenz von GdW und VCD am 29. Oktober 2019

Mobilität ohne eigenes Auto vor der Tür: So gelingt die Verkehrswende

Welche Mobilitätsangebote am Wohnort vorhanden sind, entscheidet darüber, wie Menschen sich fortbewegen. VCD und GdW fordern mehr Zusammenarbeit für klimafreundliche Wohnquartiere. VCD-Publikation »Intelligent mobil im Wohnquartier« enthält elf Handlungsempfehlungen für Kommunen und Wohnungsunternehmen.

Berlin, 29. Oktober 2019. Mehr als 80 Prozent aller Wege in Deutschland starten und enden an der eigenen Haustür. Sind klimafreundliche Verkehrsmittel am Wohnort vorhanden, birgt dies ein großes CO2-Einsparpotential. Ist beispielsweise die ÖPNV-Haltestelle gut zu erreichen, nutzen Anwohnerinnen und Anwohner auch häufiger den Bus. Sind Fahrrad-Parkplätze vorhanden, wird eher auf das Rad gestiegen. Das eigene Auto als einzige Möglichkeit, um von A nach B zu kommen, ist in Zeiten der Klimakrise nicht mehr zukunftsfähig. In seiner Publikation „Intelligent mobil im Wohnquartier“ zeigt der ökologische Verkehrsclub VCD, wie Kommunen und Wohnungsunternehmen konkret für klimafreundliche Mobilität im Wohnumfeld sorgen können.

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende: „Die Klimabelastungen aus dem Verkehr, Lärm, Staus und schlechte Luft zeigen: Wir brauchen die Verkehrswende und die Zeit drängt. Das Angebot im eigenen Wohnumfeld entscheidet, ob die Menschen weiterhin auf das eigene Auto angewiesen sind, oder ob sie auf den ÖPNV, das Fahrrad oder auf Carsharing-Angebote umsteigen. Nur wenn Wohnungsunternehmen und Kommunen gut zusammenarbeiten und beispielsweise Fahrrad-Abstellplätze statt Pkw-Parkplätze fördern und bauen, haben Menschen eine wirkliche Wahl, wie sie sich fortbewegen.“

In Zukunft müssen sich Wohnungsunternehmen nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus ökologischen und sozialen Gründen noch intensiver mit innovativen Mobilitätskonzepten auseinandersetzen. Im Rahmen des Projektes „Wohnen leitet Mobilität“ hat der VCD gemeinsam mit seinen Projektpartnern, dem Öko-Institut und dem Deutschen Mieterbund, bei insgesamt 25 Dialogforen deutschlandweit erstmals Vertreter der Wohnungswirtschaft mit Vertretern der kommunalen Verwaltungen an einen Tisch gebracht. Fazit der Zusammenarbeit: Der Schlüssel für klimafreundliche Mobilität liegt in einer guten Kooperation zwischen den Akteuren.

Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin GdW: „Mobilität ist nicht nur eine Frage des Klimaschutzes sondern auch ganz konkret der Lebensqualität in den Quartieren und gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Die Wohnungswirtschaft arbeitet aus diesem Grunde intensiv an der Entwicklung und Etablierung alternativer Formen. Wir können die Voraussetzungen vor Ort schaffen und die Bewohner einbeziehen. Die Bereitstellung und der Betrieb dürfen aber nicht auf Kosten des bezahlbaren Wohnens gehen.“

Die Publikation kann als PDF-Datei hier heruntergeladen werden: https://www.vcd.org/themen/wohnen-und-mobilitaet

Für weitere Infos bitte hier entlang –> https://www.gdw.de/pressecenter/pressemeldungen/mobilitaet-ohne-eigenes-auto-vor-der-tuer-so-gelingt-die-verkehrswende

Andreas Schichel Andreas Schichel Pressesprecher +49 30 82403-150

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