23. April 2020 Pressestatements

Wohnungswirtschaft begrüßt Einigung des Koalitionsausschusses auf höheres Kurzarbeitergeld

  • Erhalt der Investitionsfähigkeit von Wohnungsunternehmen ist entscheidend für bezahlbares Wohnen und Teil eines Wegs aus der coronabedingten Krise

Berlin Union und SPD haben sich vergangene Nacht auf weitere Hilfsmaßnahmen im Zuge der Corona-Krise geeinigt. Dazu gehört eine befristete Anhebung des Kurzarbeitergeldes: Gestaffelt nach der Bezugsdauer soll es auf bis zu 80 Prozent und für Eltern auf bis zu 87 Prozent erhöht werden. Ab dem vierten Monat des Kurzarbeitergeldbezugs sollen 70 oder 77 Prozent, ab dem siebten Monat 80 oder 87 Prozent des Lohnausfalls gezahlt werden. Bislang beträgt das Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent und für Eltern 67 Prozent des Lohnausfalls..

Dazu Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW:

„Die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes ist ein wichtiges Signal an alle Wirtschaftsbranchen, mit dem die Zahlungsfähigkeit der Kundinnen und Kunden gesichert werden kann. Auch für die Wohnungswirtschaft hat dieser Beschluss der Koalitionspartner hohe Bedeutung, wenn es darum geht, eine drohende Überschuldung von Mieterinnen und Mietern zu verhindern. Denn mit einem höheren Kurzarbeitergeld kann gewährleistet werden, dass sich eine große Mehrheit der Menschen die Dinge des täglichen Lebens, wie Strom, Wasser, Heizung und die Miete, weiterhin leisten kann.

Für Wohnungsunternehmen stellt sich so weniger die – unbedingt zu verhindernde – Aufgabe, ihre Investitionen in den Erhalt und die Verbesserung der Qualität ihrer Wohnungen zwangsläufig drastisch zurückfahren zu müssen. Die Investitionstätigkeit der Wohnungsunternehmen zu sichern, bedeutet, einen Dominoeffekt von ausbleibenden Zahlungen und Aufträgen und weiteren negativen Folgen für die gesamte Wirtschaft abzuwenden. Wenn die Wohnungswirtschaft weiterhin Bauunternehmen und Handwerksfirmen beauftragen kann, dann können diese Investitionen in die Zukunft des bezahlbaren Wohnens entscheidender Teil eines Weges heraus aus der coronabedingten Wirtschaftskrise sein.“

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

Andreas Schichel Andreas Schichel Leiter Pressestelle & Pressesprecher +49 30 82403-150

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