18. Oktober 2018 Pressestatements

Pressestatement zu den Baugenehmigungen von Destatis

Destatis: Genehmigte Wohnungen von Januar bis August 2018: +1,9 % gegenüber Vorjahreszeitraum

Von Januar bis August 2018 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 234 400 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 1,9 % oder 4.500 Baugenehmigungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bereits bestehenden Gebäuden. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden in den ersten acht Monaten des Jahres 2018 rund 204.100 Wohnungen genehmigt. Dies waren 2,5 % oder 5 000 Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg ist ausschließlich auf die Zunahme der Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zurückzuführen (+7,7 %). Dagegen ist die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 1,2 % und für Zweifamilienhäuser um 3,8 % zurückgegangen.

Dazu Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW:

„Die steigenden Baugenehmigungen bei Mehrfamilienhäusern sind ein Lichtblick. Sie zeigen: Unsere Unternehmen wollen bauen – wenn man sie denn lässt. Denn eines ist klar: Angesichts der Menge an fehlenden Wohnungen in den Hotspots des Landes bleiben die steigenden Genehmigungen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir brauchen mindestens 400.000 neue Wohnungen im Jahr – und das nicht nur genehmigt, sondern auch gebaut. Hohe Baukosten, fehlende oder viel zu teure Grundstücke, unzureichende Planungs- und Baukapazitäten, steigende Grunderwerbsteuern und hohe energetische Anforderungen in Kombination mit Diskussionen um neue Mietendeckel stehen diesem Vorhaben klar im Weg. Bund Länder und Kommunen müssen jetzt an einem Strang ziehen, und die Ergebnisse des Wohngipfels umsetzen – damit dieses Abschlusspapier nicht ein zahnloser Tiger bleibt. Sonst wird der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in vielen Großstädten zum größten sozialen Problem der nächsten Jahre werden.“

Andreas Schichel Andreas Schichel Leiter Pressestelle & Pressesprecher +49 30 82403-150

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