25. Mai 2021 Pressestatements

Mietversprechen von Vonovia und Deutsche Wohnen für Fusionspläne zeugt von sozialer Verantwortung

Berlin – Die börsennotierten Wohnungsunternehmen Vonovia und Deutsche Wohnen haben eine Fusion angekündigt, um ihre Kräfte für bezahlbares Wohnen, Klimaschutz und Neubau insbesondere mit Blick auf den Wohnungsmarkt der Bundeshauptstadt Berlin zu bündeln. Die Unternehmen sagen unter anderem zu, ihre regulären Mieterhöhungen über ihren Berliner Bestand insgesamt in den nächsten drei Jahren auf höchstens ein Prozent jährlich und in den beiden nachfolgenden Jahren auf den Inflationsausgleich zu begrenzen.

„Das Mietversprechen von Vonovia und Deutsche Wohnen im Zusammenhang mit ihren Fusionsplänen zeugt von der sozialen Verantwortung der börsennotierten Wohnungsunternehmen. Sie senden damit klare sozialpolitische Signale für den von großen Veränderungen geprägten Wohnungsmarkt in Berlin. Sie unterstreichen damit deutlich die wichtige gesellschaftliche Rolle, die privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen übernehmen“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

„Die Pläne können ein sinnvolles Sondermodell in der Bundeshauptstadt darstellen, mit dem die beiden Unternehmen dank ihrer Größe zu einer moderaten Mietenentwicklung bei gleichzeitiger Bewältigung der großen gesellschaftlichen Aufgaben von Klimaschutz, altersgerechtem Umbau und dem Ausbau der digitalen Infrastruktur beitragen können“, sagt der GdW-Präsident. Das Modell ist allerdings nicht auf viele weitere mittelständische und kleinere Wohnungsunternehmen und Genossenschaften übertragbar, die angesichts von Klimawandel, demografischem und digitalem Wandel in den kommenden Jahren bei geringeren Durchschnittsmieten und deutlich kleinerer Unternehmensgröße enorme Investitionssummen aufbringen müssen. Um ihre Investitionskraft zu sichern, sind zudem massive staatliche Fördermittel notwendig, um insbesondere im Bereich der energetischen Modernisierung eine annähernd warmmietenneutrale Sanierung mit einer maximalen Mieterhöhung von 0,50 bis 0,80 Euro pro Monat und Quadratmeter umsetzen zu können.

Mit der angebotenen Übertragung von rund 20.000 Wohnungen aus dem Bestand beider Unternehmen an kommunale Wohnungsunternehmen in Berlin wird zudem das Angebot des städtischen Wohnungsbestandes zu einem fairen Preis gestärkt. So wird gewährleistet, dass die Anbietersituation in der Bundeshauptstadt ausgeglichen bleibt.

Das Mietversprechen von Vonovia und Deutsche Wohnen zeigt, dass Wohnungsunternehmen egal welcher Rechtsform weit entfernt sind vom Vorwurf eines „Mietenwahnsinns“. Die Wohnungswirtschaft steht seit jeher für eine moderate Entwicklung der Mieten und liegt bundesweit mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 5,86 Euro pro Quadratmeter und Monat deutlich unter dem bundesweiten Mietspiegelniveau von 7,04 Euro pro Quadratmeter.

Die Pläne der börsennotierten Unternehmen zeigen auch: Die Zeit des Gegeneinanders auf dem Wohnungsmarkt ist vorbei. Was Deutschland braucht, ist ein echter Konsens für das gemeinsame Schaffen von mehr bezahlbaren Wohnungen, mehr Klimaschutz, altersgerechtem Umbau, digitaler Infrastruktur und sozialer Quartiersentwicklung.

Der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, Axel Gedaschko, hat sich am 25. Mai 2021 beim Nachrichtensender WELT in einer Live-Schalte zu den Fusionsplänen und der sozialen Verantwortung von Vonovia und Deutsche Wohnen geäußert.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

Andreas Schichel Andreas Schichel Leiter Pressestelle & Pressesprecher +49 30 82403-150

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