24. August 2021 Pressestatements

Förderprogramm für Wohnungsbaugenossenschaften in Gefahr

Aktuellen Medienberichten zufolge wird das schon lange geplante und angekündigte Programm zur Förderung genossenschaftlichen Wohnungsbaus nicht umgesetzt. Grund sei, dass das BMI für 2022 keine Mittel für die Förderung der Wohnungsgenossenschaften eingestellt hat. Mit diesem, aus Bundesmitteln finanzierten, Programm sollte das KfW-Programm 134 für den Kauf von Genossenschaftsanteilen ergänzt werden. Haushalte, die sich an genossenschaftlichen Neubauvorhaben mit Geschäftsanteilen beteiligen, sollten ein zinsgünstiges Darlehen aufnehmen und als Förderkomponente einen Tilgungszuschuss von 15% erhalten können. Insgesamt waren 5 Mio. EUR als Fördersumme vorgesehen.

Dazu Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW:

„Nachdem die Corona-bedingten Verzögerungen des bereits 2019 beschlossenen Programms  gerade noch nachvollziehbar sind, ist es schlicht und ergreifend nicht akzeptabel, wenn dieses Programm nicht umgesetzt wird. In mehreren Gesprächsrunden mit Ministeriumsvertretern und BT-Abgeordneten wurde die Umsetzung des Programms fest zugesagt. Die Bundesregierung würde ihre eigene Wohnraumoffensive abermals selbst ausbremsen. Gerade kleinere, neu gegründete Wohnungsgenossenschaften warten auf dieses Programm. Auch die im Koalitionsvertrag angekündigte Stärkung des genossenschaftlichen Wohnens und die Förderung von Neugründungen in diesem Bereich würde damit torpediert. Wir können daher nur eindringlich an die Bundesregierung und das BMI im Besonderen appellieren, dieses zugesagte Programm auch umzusetzen. Sonst wäre das eine große Enttäuschung und ein großer Vertrauensverlust zu Lasten der Wohnungsgenossenschaften.“

Andreas Schichel Andreas Schichel Leiter Pressestelle & Pressesprecher +49 30 82403-150

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